Darmsanierung

Der menschliche Körper ist sowohl von außen als auch von innen mit einer natürlichen Bakterienschicht besiedelt. Besonders groß ist die Anzahl der Keime in unserem Darm. Dort haben diese gutartigen Bakterien vielfältige Aufgaben:

  • Verhinderung von Eindringen von Krankheitserregern
  • Vitaminproduktion
  • Entgiftung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Verdauungsfunktion

Wie geht es Ihren „Mitbewohnern“ im Körper?

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Ähnlich wie Muscheln unter Wasser Felsen besiedeln, besiedeln Bakterien die Innenseite Ihres Verdauungstraktes.

Der Darm wird durch etwa 100 Billionen (100.000.000.000.000) Bakterien besiedelt.

Als „Körperpolizisten“ und „Müllmänner“ entgiften sie Ihren Körper – indem sie krankmachende Bakterien, die Sie über die Nahrung und Umwelt aufnehmen, unschädlich machen.

Die Bakterien sorgen für eine rege Verdauung und entsorgen auch gleich die Abfallstoffe, die dabei anfallen. Die Folgen ihrer Arbeit sind spürbar angenehm: eine gut funktionierende Verdauung mit geregeltem Stuhlgang.

Weshalb aber klagen dann etwa 80 Prozent aller Deutschen über Verdauungsprobleme? Und weshalb leiden viele Menschen an Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie Übersäuerung, chronischer Verstopfung oder organischen Darmerkrankungen?

Eine mögliche Ursache: Viele Menschen ernähren sich falsch und schädigen dadurch systematisch ihre Darmflora.

Die Oberfläche eines durchschnittlichen Dickdarmes ist etwa zwei Fußballfelder groß und mit (über)lebenswichtigen Bakterien übersät.

Wenn Ihre Verdauung außer Kontrolle gerät

Ein gesundes Verdauungssystem ist im Gleichgewicht. Essen und Trinken werden gut verdaut, Krankheitserreger unschädlich gemacht und Verdauungsabfälle „entsorgt“.

Was aber passiert, wenn wir ständig das Falsche essen (z.B. raffinierten Zucker, zu viel Eiweiß, zu viel Gebratenes und industriell hergestellte Lebensmittel) und unsere Verdauung überfordern? Wir schwächen unsere „Körperpolizei“ und „Müllabfuhr“ und geben Krankheitserregern die Chance, sich mehr und mehr einzunisten.

Unsere gesunde Darmflora kommt immer mehr ins Hintertreffen, das Gleichgewicht kippt, und es bildet sich eine sogenannte Fäulnisflora.

Das heißt: Immer mehr unerwünschte Bakterien siedeln sich an und verdrängen die gesunde Darmflora, die für eine gut funktionierende Verdauung so wichtig ist.

Wer permanent Verdauungshilfen oder Abführmittel nimmt, räumt Magen und Darm aus, nicht auf.

Die Folgen kennen Sie vielleicht schon: zum Beispiel Völlegefühl, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. In manchen Fällen können diese Beschwerden chronisch werden oder zu Magen- und Darmerkrankungen führen.

Die natürlichen Verdauungshelfer fliegen auch mit raus! Solche künstlichen Mittel setzen auf Dauer Ihre natürliche Verdauung außer Kraft und machen Ihren Darm abhängig und träge.

Wenn Sie Ihre Darmflora wirklich fördern oder sanieren wollen, müssen Sie ganzheitliche Wege gehen. Dazu gehören eine Basisregulation Ihres Magen-Darm-Traktes, die richtige Ernährung, viel Flüssigkeit und ausreichend Bewegung.

Die Verdauungskette

Schon in der Mundhöhle beginnt die Verdauung. Beim gründlichen Kauen wird die Nahrung zerkleinert und vorverdaut, im Magen-Darm-Trakt durch Säure und Enzyme in einzelne Bausteine zerlegt (Kohlehydrate, Eiweiße, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente etc.).

Der Dünndarm schließlich entzieht lebenswichtige Nährstoff-Bausteine, die über die Blutbahn dem Körper zugeführt werden. Was nicht zu verwerten ist, wird im Dickdarm eingedickt und über den Mastdarm ausgeschieden.

Fäulnisbakterien schwächen Ihre gesunde Darmflora. Dadurch ist Ihr Körper weniger vor „ungebetenen Gästen“ – z.B. bestimmten Nahrungsmittel-Eiweißen, Lebensmittel-Zusatzstoffen oder Umweltgiften – geschützt.

Diese Stoffe können dann ungehindert in Ihren Organismus eindringen und dort unter Umständen Veränderungen hervorrufen, die zum Beispiel zu Allergien und Hautreaktionen führen können. Leiden Sie häufig unter Infektionen? Auch dies kann ein Zeichen für eine verminderte Funktionsfähigkeit Ihrer Darmflora sein.

Ist Ihr Darm reif für eine Sanierung?

Hinter chronischen Blähungen, Völlegefühl und anderen Verdauungsstörungen können sich ernste Erkrankungen verbergen (z.B. entzündliche Darmveränderungen, Leber-Gallen-Funktionsstörungen, Pilzbesiedlungen oder auch eine krankhafte Veränderung der Bauchspeicheldrüse).

Eine gesunde Darmflora sorgt nicht nur für eine gesunde Verdauung. Sie ist auch Teil ihres Immunsystems -und hält Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes gesundheitsschädliche Hefe- und Bakterienarten vom Leib.

Was bewirkt eine Darmsanierung?

Bewährt hat sich eine sogenannte mikrobiologische Unterstützung. Dabei werden lebende oder abgetötete Mikroorganismen in dosierter Menge verabreicht. Sie helfen auf natürliche Weise Ihrer geschädigten Darmflora, sich zu erholen und wieder zu Kräften zu kommen.

Diese natürliche Regeneration braucht ihre Zeit und sollte möglichst durch eine gesunde Lebensführung unterstützt werden. Besonders empfehlenswert ist eine Darmsanierung nach Antibiotikaeinnahme.

Was schadet Ihrer Darmflora?

Zu viele Süßigkeiten, zu viel Fett und zu viel Fleisch (tierische Eiweiße) können die Bildung einer Fäulnisflora im Darm fördern.

Aber auch Stress und körperliche Überbeanspruchung können, wie jeder weiß, im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlagen. Arzneimittel, die über längere Zeit eingenommen werden, belasten unter Umständen ebenfalls den Magen-Darm- Trakt.

Was weist auf eine gestörte Darmflora hin?

Wenn Sie unter chronischer Verstopfung oder Blähungen leiden, wenn sich ihr Darm im Wechsel mal „explosionsartig“ entleert und es dann wiederum zu Verstopfung kommt, wenn Beschwerden im Oberbauch auftreten, wenn Sie bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen oder wenn Sie ständig angeschlagen, müde und infektanfällig sind – dann könnte Ihre Darmflora geschädigt sein.

Wie Darmstörungen gezielt angehen?

Weshalb ist eine Darmsanierung so wichtig?

Weil die Gesundheit wesentlich von einer gesunden Darmflora abhängt. Nur eine intakte Darmflora hält die Drehscheibe des Stoffwechsels in Gang.

Wie kann ich eine Darmpilzbelastung erkennen?

Darmpilze könnten im Spiel sein, wenn Sie häufig unter Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung und ähnlichen Verdauungsbeschwerden leiden. Das Gleiche gilt auch für unklare Hauterkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, juckende und brennende Augen, ständige Müdigkeit, Heißhunger auf Süßes und sogar Alkoholunverträglichkeit.

Darmpilze gelten als Keime, die Ihrer Darmflora heftig zusetzen und Verdauungsbeschwerden auslösen können.

Können auch Allergien auftreten?

Ja. Häufig gehen Darmpilze und Allergien – aber auch Ekzeme und Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte – Hand in Hand. Immer wieder wird berichtet, dass eine Darmsanierung, also eine Wiederherstellung der natürlichen Darmflora, die Beschwerden deutlich bessern konnte.

Was fördert Darmpilze?

Stress, Fehlernährung, Umweltbelastungen, chronische Erkrankungen und – dies muss man deutlich sagen – häufig auch Antibiotika. Hier empfehlen wir in unserer ganzheitlichen Beratung sowieso: Nehmen Sie neben Antibiotika, die natürlich im Ernstfall unersetzlich sind, gleichzeitig Milchsäurebakterien ein, um Ihre Darmflora zu schützen.

Wie kann ich sicher wissen, wie es um meine Darmflora steht?

Ganz leicht: Lassen Sie eine Darmpilz-Analyse Ihres Stuhls durchführen. Sie ist einfach und gibt wichtige Hinweise. Bei zu vielen Darmpilzen beraten wir Sie gerne über eine ganzheitliche Darmsanierung.

Gesundheitstipp:

Helfen Sie Ihrer Verdauung auf die Sprünge. Nehmen Sie zum Beispiel vor dem Frühstück ein Glas kalten Fruchtsaft zu sich, trinken Sie mittags einen Becher Kefir vor der Mahlzeit oder genießen Sie vor dem Abendessen eine Messerspitze Roquefortkäse. Sie fördern damit gleichzeitig Immunsystem und Wohlbefinden.